Von A wie Angst bis Z wie Zwang

Jeder kennt Tage, in denen alles grau in grau erscheint oder Situationen in denen die Belastungen des Alltags zu Schlaflosigkeit und Unwohlsein führen. Diese „normalen“ Verstimmungen sind zu unterscheiden von manifesten psychischen Erkrankungen, die medizinisch- therapeutisch behandelt werden müssen.


Photo by Eutah Mizushima on Unsplash
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ADHS = Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung (auch: Hyperkinetische Störung), differentialdiagnostisch bisweilen auch ADS = Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ohne Hyperaktivität

Symptome

Die ADHS ist gekennzeichnet durch Impulsivität, motorische Unruhe und hohe Ablenkbarkeit. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit ADHS sind für viele Reize offen, können ihre Aufmerksamkeit jedoch nur eingeschränkt willentlich steuern. Sie sind leicht erregbar, können kaum abwarten, reagieren oft schnell und heftig, sind jedoch auch zerstreut, vergesslich und wirken bisweilen verträumt. Viele Betroffene zeigen rasch wechselnde Emotionen, sind leicht gekränkt, fühlen sich missverstanden und ungeliebt. ADHS-Kinder brauchen ohne äußere Struktur und Anleitung oft Stunden, um Hausaufgaben zu erledigen, Tätigkeiten zu planen und Arbeiten abzuschließen. In Gruppen sind ADHS-Betroffene bisweilen ängstlich und vermeidend, zeigen in vertrauten Situationen jedoch gelegentlich auch Redseligkeit und Dominanzstreben. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge leiden weltweit ca. 3-5 % der Kinder an ADHS. Bei Erwachsenen wird die Störung bis heute eher selten diagnostiziert, da das Krankheitsbild im Erwachsenalter eher unbekannt ist, obgleich einzelne Symptome der ADHS in mehr als der Hälfte der Fälle bis ins Erwachsenenalter fortbestehen und die Lebensqualität der Betroffenen einschränken.

Ursachen

Die Ursachen sind noch nicht bis ins Einzelne geklärt. Man geht von einer multikausalen Verursachung aus. Als gesichert gelten genetisch bedingte Funktionsstörungen in bestimmten Zentren des Gehirns. Psychosoziale Faktoren wie Schwierigkeiten im familiären und sozialen Umfeld, Stoffwechselstörungen und Ernährungseinflüsse (u.a. Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten) können verstärkend auf die Symptomatik wirken.

Therapie

Da die Symptomatik bei jedem ADHS-Menschen sehr unterschiedlich ist, muss für jede Person nach einer angemessenen und wirksamen Therapie gesucht werden. Voraussetzung hierfür ist eine differenzierte Diagnostik. Es gibt medizinisch-medikamentöse, psychologische, pädagogische, ernährungstherapeutische sowie sensorisch und motorisch übende Behandlungsmodelle, die einzeln oder in Kombination Anwendung finden und aufeinander abgestimmt sein sollten. Man spricht daher von einer individuellen „multimodalen Therapie“. Besonders wichtig bei der Behandlung von Kindern ist hierbei der Einbezug der Eltern (z.B. Elterntraining) sowie Lehrer, Erzieher und Betreuungspersonen.

Text in Zusammenarbeit mit: ADHS Deutschland e.V. www.adhs-deutschland.de


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