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Die Darstellung von Charakteren mit psychischen Erkrankungen in Film und Fernsehen

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit veranstaltet gemeinsam mit dem Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD) und dem Verband für Film- und Fernsehdramaturgie e.V. VeDRA am 17. April 2014 in Berlin einen eintägigen Workshop zur angemessenen Darstellung psychisch erkrankter Filmfiguren in Kino und Fernsehen.

Filmcharaktere mit psychischen Erkrankungen werden in Kinofilmen, TV-Krimis und Serien häufig als aggressiv, unberechenbar und schuldig dargestellt. Diese negativen Klischees verstärken beim Zuschauer Angst und Unsicherheit gegenüber den Betroffenen und erschweren den offenen Umgang mit der Erkrankung. Aber wie realistisch sind diese Darstellungen im Film und wie können die Filmschaffenden ungewollt stereotype Beschreibungen psychischer Störungen vermeiden.

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die hochkarätig besetzte Veranstaltung, die sich vor allem an Drehbuchautoren, Dramaturgen, Script-Consultants und TV-Redakteure aus dem fiktionalen Bereich richtet. Ziel ist es, einen Dialog zwischen Filmschaffenden, Betroffenen, Angehörigen und medizinischen Fachleuten darüber zu führen, wie fiktive Geschichten über psychisch erkrankte Filmfiguren dazu beitragen können, das Stigma dieser Krankheiten in der Gesellschaft weiter abzubauen.

"Besonders hartnäckig hält sich in Spielfilmen das Stereotyp des gewalttätigen und unberechenbaren psychisch Gestörten", sagt Prof. Wolfgang Gaebel, Vorsitzender des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit und Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Düsseldorf. "Doch Studien zeigen, dass psychische Störungen weder eine Voraussetzung noch alleinige Ursache von Gewalttätigkeit sind". Im Gegenteil: psychisch erkrankte Menschen sind sogar häufiger Opfer von Gewalt als die Normalbevölkerung. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse möchte der Workshop den Autoren vermitteln und konkrete Empfehlungen für die Drehbuchentwicklung geben.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.seelischegesundheit.net/autoren-workshop.

Das ausführliche Programm als pdf Datei finden Sie hier
2014-04-17-autorenworkshop-flyer.pdf (1.02 MB) 

Melden Sie sich jetzt online an unter:
www.seelischegesundheit.net/autoren-workshop/anmeldung.

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Die Schulung ist Teil eines dreijährigen Medienprojekts, das vom Aktionsbündnis Seelische Gesundheit koordiniert und durch das Bundesministerium für Gesundheit finanziert und unterstützt wird. Sie ist damit wichtiger Baustein eines Gesamtkonzeptes und Maßnahmenplans des Aktionsbündnisses mit dem Ziel, die Wahrnehmung des Themas in den Medien zu erhöhen und zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen in der Öffentlichkeit beizutragen.

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine bundesweite Initiative, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit. Zu den rund 80 Mitgliedsorganisationen zählen die Selbsthilfeverbände der Betroffenen und Angehörigen von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie Verbände aus den Bereichen Psychiatrie, Gesundheitsförderung und Politik. Gemeinsam setzen wir uns für einen offenen und toleranten Umgang mit Menschen mit psychischen Erkrankungen und den Abbau von Stigmatisierung und Diskriminierung in der der Gesellschaft ein. Initiiert wurde das Bündnis 2006 von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit Open the doors als Partner des internationalen Antistigma-Programms.

Aktionsbündnis Seelische Gesundheit
Astrid Ramge
Projektkoordination

Download: pm14-03-autorenworkshop.pdf (141.02 KB)


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