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Vorurteile abbauen durch Aufklärung und Information

Zum Tag der Seelischen Gesundheit am 10.10.2007 soll das Bewusstsein für die Bedeutung psychischer Gesundheit geschärft werden.

Psychisches Wohlbefinden ist von grundlegender Bedeutung für Chancengleichheit und Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Die UNO hat diesen Tag ausgerufen, um die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass weltweit rund eine halbe Milliarde Menschen unter psychischen Erkrankungen leiden.

Zum diesjährigen Welttag der Seelischen Gesundheit erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: In Deutschland leiden viele Menschen unter psychischen Erkrankungen, darunter viele Kinder. Menschen mit psychischen Erkrankungen stossen häufig auf Vorurteile und sie erleben soziale Ausgrenzung. Zudem zählen psychische Erkrankungen inzwischen zu den Hauptursachen für Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung. Um dieser Entwicklung zu begegnen, müssen wir alle Politikbereiche und die gesamte Gesellschaft sensibilisieren.

Häufig nehmen psychische Erkrankungen ihren Anfang schon im frühen Kindes- und Jugendalter. Dies zeigen die ersten Ergebnisse der Kinder- und Jugendgesundheitsstudie (KIGGS) des Robert Koch-Instituts. Danach gibt es bei 21,9 Prozent der untersuchten Kinder und Jugendlichen Hinweise auf psychische Auffälligkeiten wie Ängste, Störungen des Sozialverhaltens oder Depressionen.

Die Kinder- und Jugendgesundheitsstudie des Robert Koch-Instituts (KIGGS) wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit erstellt. Die gesamte Studie finden Sie unter: www.kiggs.de.
Die Auswertung der psychischen Gesundheit bei Kindern- und Jugendlichen (BELLA-Studie) finden Sie unter:
http://edoc.rki.de/oa/articles/re4NfvndKi14M/PDF/29327RsSKUczI.pdf.

Das Bundesministerium für Gesundheit unterstützt daher den Aufbau eines Aktionsbündnisses für Seelische Gesundheit. Ziel ist es, die Bedeutung der psychischen Gesundheit zu unterstreichen und deren Förderung politikbereichsübergreifend in die allgemeine Gesundheitsförderung zu integrieren. Diesem Bündnis sind bereits mehr als 25 verschiedene Verbände und Organisationen beigetreten. Durch Projekte zur Aufklärung und zum Abbau von Vorurteilen sollen ein gesamtgesellschaftlicher Diskurs initiiert und bestehende Tabus gebrochen werden. Auch das vorgesehene Präventionsgesetz wird mit Massnahmen ganzheitlicher Gesundheitsförderung dazu beitragen, die psychische Gesundheit der Menschen in Deutschland zu verbessern. Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit hat sich gestern mit einem Initiativkongress in Berlin der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. In Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung findet vom 8. bis zum 14. Oktober eine Themenwoche zur seelischen Gesundheit mit mehr als 60 Veranstaltungen (Programm s. www.berlin.seelischegesundheit.net) statt.

Aktionsbündnis Seelische Gesundheit
Wiebke Ahrens
Projektkoordination

pm07-04-bmg-tag-der-seelischen-gesundheit.pdf (107.56 KB) 


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