Presseverteiler

Um regelmäßig unsere Pressemitteilungen zu erhalten, tragen Sie sich bitte in den Presseverteiler ein. Möchten Sie noch mehr News aus dem Aktionsbündnis? Dann freuen wir uns, wenn Sie den Bündnis-Newsletter abonnieren.

Erhalten
Bild: Mature woman with her mother
Bild: Mature woman with her mother © aamorim @ iStock

Was genau ist eigentlich die Psyche oder Seele?

Man kann sie nicht sehen, aber dennoch ist sie da. Das merkt man vor allem dann, wenn das seelische Wohlbefinden aus dem Gleichgewicht kommt. Der Duden gibt darauf eine eindeutige Antwort: Unter Psyche versteht man die „Gesamtheit des menschlichen Fühlens, Empfindens“. Kommt dieses aus der Balance, spricht man von psychischen Störungen, nicht aber von geistiger Störung.

Die WHO prägte diesen Begriff, da er im Sinne von Stigmatisierung wertneutraler ist als der Begriff der psychischen Erkrankung und daher die Betroffenen weniger belastet. Psychische Störungen können jeden treffen. Die meisten von ihnen können aber, wenn sie frühzeitig diagnostiziert werden, genauso behandelt oder geheilt werden, wie viele körperliche Leiden.

In der klinischen Psychologie oder der Psychiatrie, die sich mit Krankheitsbildern von psychischen Störungen beschäftigen, werden diese anhand eines Kodex der Weltgesundheitsorganisation WHO gegliedert, um die Diagnosestellung zu ermöglichen. Dieser Kodex heißt ICD-10 (International Classification of Diseases) und klassifiziert über 500 psychische Störungen beispielsweise nach Affektivität oder Wahnhaftigkeit. Hierdurch ergeben sich auch die so genannten F-Diagnosen, die z.B. auf den Überweisungsscheinen von Psychiatern zu finden sind, und für Depression, Schizophrenie oder bipolare Störung (manisch-depressiv) stehen. Darüber hinaus gibt es auch den Codex DSM-V (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders), der in Deutschland zwar keine Anwendung findet, aber dennoch eine wichtige Rolle spielt.

Psychische Störungen sind heutzutage kein Einzelschicksal mehr. Fast jeder dritte Mensch leidet Schätzungen zufolge mindestens einmal im Leben an einer psychischen Erkrankung. Das macht sich auch in der Wirtschaft bemerkbar: Psychische Störungen nehmen inzwischen den vierten Platz ein, wenn es um Krankheitstage geht. Außerdem sind seit Jahren die meisten Fehltage auf psychische Störungen zurückzuführen. Tendenz steigend.


Diesen Artikel teilen