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Im Rahmen einer Kick-Off-Veranstaltung fällt heute der Startschuss für das bundesweite Präventionsprojekt „Offensive Psychische Gesundheit“ der drei Bundesministerien BMAS, BMG und BMFSFJ. Mehr gesellschaftliches Bewusstsein für psychische Erkrankungen und bessere Aufklärung sind zwei der erklärten Ziele. Die DGPPN und ihr Aktionsbündnis Seelische Gesundheit unterstützen die Initiative als First Starter von Anfang an.

Psychische Erkrankungen zählen in Deutschland zu den Volkskrankheiten. Knapp 18 Millionen Erwachsene (fast 28 Prozent) sind jedes Jahr betroffen. Mit am häufigsten treten Angsterkrankungen, gefolgt von affektiven Störungen wie Depressionen oder solche durch den Konsum von Alkohol oder Medikamenten auf. Auch Demenzerkrankungen zählen zu den psychischen Erkrankungen mit den stärksten Beeinträchtigungen. Ersten Studien zu Folge haben sich durch die Pandemie in den letzten Monaten Ängste, Stress und Sorgen in der Bevölkerung noch verstärkt. Dennoch werden psychische Erkrankungen nach wie vor oft tabuisiert. Deshalb unterstützen die DGPPN und ihr Aktionsbündnis Seelische Gesundheit als First Starter die „Offensive Psychische Gesundheit“ der drei Bundesministerien Arbeit und Soziales (BMAS), Gesundheit (BMG) und Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und begrüßen die Initiative als wichtiges Zeichen zur richtigen Zeit.

Dazu DGPPN-Präsident Prof. Andreas Heinz:

“Der Schlüssel zu psychischer Gesundheit liegt in der Stärkung der Prävention, Behandlung und Rehabilitation von psychischen Erkrankungen. Die Angebote müssen besser vernetzt und niedrigschwellig zugänglich sein. Zusammen mit einer Verbesserung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung kann so die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen befördert und deren Entstigmatisierung vorangetrieben werden. Darum unterstützen wir die Offensive!”

Als zentrale Fachgesellschaft für psychische Gesundheit setzt sich die DGPPN auf verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Handlungsfeldern für Maßnahmen zum Schutz der psychischen Gesundheit ein, die auch nach der Pandemiekrise Bestand haben. Nicht nur die „Offensive Psychische Gesundheit“ (siehe Live-Stream Pressestatement Bundesminister Hubertus Heil ab 13:45 Uhr), sondern auch die vor Kurzem ins Leben gerufene „Nationale Demenzstrategie“ von BMFSFJ und BMG, bei der die DGPPN ebenfalls als Akteur mitwirkt, sind wichtige Wegmarken in diese Richtung.

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit in Trägerschaft der DGPPN betreibt auf Seiten der Selbsthilfe intensive Aufklärungs- und Antistigma-Arbeit. Als nationales Netzwerk mit derzeit fast 120 Mitgliedsorganisationen ist es Ausrichter der bundesweiten „Aktionswoche der Seelischen Gesundheit“, die in diesem Jahr unter dem Motto „Mit Kraft durch die Krise“ am 9. Oktober in Berlin startet. Landesweit werden zahlreiche Veranstaltungen und Kampagnen rund um den Welttag der Seelischen Gesundheit zum Thema Corona und Psyche informieren.

Anlässlich des Welttags der Seelischen Gesundheit 2019 hat das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit im vergangenen Jahr die Kampagne „Grüne Schleife für mehr Akzeptanz für psychische Erkrankungen“ in Deutschland initiiert. Das signalstarke Symbol, das bereits international etabliert ist, wirbt für einen offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen und den betroffenen Menschen. Über 150.000 Menschen haben sich inzwischen in Deutschland der Bewegung angeschlossen und tragen die Schleife als Zeichen ihrer Solidarität.

Unter dem diesjährigen Leitthema „Psychiatrie und Psychotherapie in der sozialen Lebenswelt“ verbindet der DGPPN Kongress all diese Initiativen. Vom 26. bis 28. November geht er als ausschließlich digitale Veranstaltung auf dem Kongressportal online. Er wird sich vorrangig den Folgen der Pandemiekrise im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit widmen, hält aber auch einen Schwerpunkt zum Thema gesellschaftliche Ausgrenzung und psychische Gesundheit bereit. Dem Einfluss von Wohnungslosigkeit und Rassismus auf die psychische Gesundheit kommt dabei besondere Aufmerksamkeit zu. Journalisten können sich vorab kostenfrei akkreditieren.

Weitere Infos zur Offensive Psychische Gesundheit finden Sie unter: https://inqa.de/


Motiv Sonne

Unter dem Motto „Mit Kraft durch die Krise. Gesund bleiben – auch psychisch“ eröffnet das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit die 14. Berliner und die bundesweite Woche der Seelischen Gesundheit. Betroffene und Expert/innen diskutieren gemeinsam über die Zusammenhänge von Corona und Psyche und geben praktische Tipps zum Umgang mit der Krise. Alle Interessierten sind eingeladen, an der digitalen Auftaktveranstaltung am 9. Oktober 2020, 17:30-19:30 Uhr, teilzunehmen und sich über die bundesweiten Aktivitäten der Aktionswoche zu informieren.

Schirmherrin der Berliner Aktionswoche ist die Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kalayci. Mit dabei sind Prof. Andreas Meyer-Lindenberg, Leiter des Zentralinstituts für seelische Gesundheit in Mannheim, Prof. Christine Knaevelsrud, Expertin für E-Mental Health an der FU Berlin, die Bloggerin und Mental Health Aktivistin Dominique de Marné sowie der Leiter des Berliner Krisendienstes Gerd Pauli. Moderiert wird der Abend von Dr. Iris Hauth, Ärztliche Direktorin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses Berlin-Weißensee und Mitinitiatorin der Berliner Aktionswoche.
 
Die Veranstaltung wird als Live-Stream auf dem Youtube-Kanal des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit zur Verfügung gestellt. Dort haben alle Zuschauer/innen die Möglichkeit, über einen Live-Chat Fragen an die Teilnehmenden der Talkrunde zu stellen. Die digitale Eröffnung der Aktionswoche beginnt um 17:30 Uhr.

Die bundesweiten Aktionswochen finden jedes Jahr rund um den Welttag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober statt und richten sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Deutschlandweit bieten bis zum 20. Oktober psychosoziale Einrichtungen, Selbsthilfeorganisationen und regionale Initiativen ein vielseitiges Angebot an kleineren Veranstaltungen und innovativen Online-Formaten an. Ob Vorträge, Webinare, Entspannungskurse oder Podcasts, alle Angebote vermitteln praktische Hilfen und Informationen, um die Herausforderungen der Krise besser bewältigen zu können. Das Programm wird auf der zentralen Plattform des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit veröffentlicht

Information und Anmeldung unter: https://aktionswoche.seelischegesundheit.net

Der Welttag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober steht ebenfalls im Zeichen der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Millionen von Menschen weltweit. Die World Federation for Mental Health (WFMH) hat in diesem Jahr das Motto „Mental Health for All. Greater Investment – Greater Access“ ausgerufen. Zudem schließen sich in diesem Jahr die WFMH, die Weltgesundheitsorganisation und United for Global Mental Health zu der Kampagne "Move for mental health: let’s invest" zusammen, um auf die Notwendigkeit einer globalen Grundversorgung im Bereich der seelischen Gesundheit aufmerksam zu machen.
 
Mehr Informationen bei der World Federation for Mental Health
 


Die Corona-Krise hat das Leben der Menschen auf den Kopf gestellt und Unsicherheit und Zukunftsängste in der Bevölkerung ausgelöst. Unter dem Motto „Mit Kraft durch die Krise. Gesund bleiben – auch psychisch“ widmet sich die diesjährige Aktionswoche der Seelischen Gesundheit den psychischen Auswirkungen der Pandemie und stellt praktische Hilfsangebote für jedermann vor. Psychosoziale Einrichtungen, Selbsthilfeorganisationen und Initiativen in ganz Deutschland sind aufgerufen, das Programm mit zu gestalten. Veranstaltungen können in diesem Jahr sowohl live vor Ort als auch digital im Netz durchgeführt werden. Willkommen sind alle Formate und Kreativität.
 
Der Welttag der Seelischen Gesundheit der World Federation for Mental Health (WFMH) am 10. Oktober ist auch in diesem Jahr Anlass für die bundesweite Aktionswoche. Mit einem vielseitigen Programm sollen psychische Erkrankungen, ihre Prävention und Behandlung sowie Strategien zur Bewältigung der Ausnahmesituation in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt werden. Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit koordiniert alle regionalen Veranstaltungen und führt sie auf einer zentralen Plattform zusammen. Ein Online-Kalender und tagesaktuelle Meldungen über Social Media informieren über das Angebot der Veranstalter. Anmeldungen sind bis Oktober online möglich.

Ein öffentliches Fachforum am 9. Oktober in Berlin macht den Auftakt. ExpertInnen aus Wissenschaft und Politik diskutieren gemeinsam mit Betroffenen über die Zusammenhänge von Corona und Psyche und über Strategien zum Umgang mit der Krise. Mit dabei aus dem DGPPN-Vorstand der Leiter des Zentralinstituts für seelische Gesundheit in Mannheim, Prof. Andreas Meyer-Lindenberg. Die Veranstaltung wird als Live-Stream zur Verfügung gestellt.
 
Der World Mental Health Day der WFMH hat in diesem Jahr das Thema „Mental Health for All. Greater Investment – Greater Access“ ausgerufen und unterstreicht damit die Notwendigkeit einer globalen Grundversorgung im Bereich der seelischen Gesundheit. Ein Appell, der laut Veranstalter angesichts der nicht absehbaren Folgen der Pandemie dringend erforderlich sei. Die Sorge um Gesundheit und finanzielle Existenz sowie die soziale Isolierung stellten für psychisch erkrankte, aber auch für gesunde Menschen aller Altersstufen eine große Herausforderung dar und könnten zu einem Anstieg psychischer Erkrankungen führen.
 
Mehr Informationen und Tipps für kreative Veranstaltungsformate unter https://aktionswoche.seelischegesundheit.net

Bundesweit sind Einrichtungen und Initiativen aufgerufen, sich zu beteiligen.
Interessenten können ihre Veranstaltung in den Online-Kalender der Aktionswoche Seelische Gesundheit aufnehmen lassen und ihre Daten unter folgendem Link eintragen:
https://aktionswoche.seelischegesundheit.net/bundesweit/mitmachen-bundesweit



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