Deutsche DepressionsLiga
Die aktuelle Berichterstattung der Medien zu den psychischen Hintergründen bei Terrorattentätern konstruiert oft falsche Zusammenhänge.

Die Deutsche DepressionsLiga fordert mehr Zurückhaltung und eine größere Differenzierung in der Berichterstattung bei der Formulierung psychischer Hintergründe von terroristischen Gewalttätern und Amokläufern.

Die in der letzten Zeit vor allem in Europa zunehmenden Terroranschläge sowie Amokattentate und die in dieser extremen Form bislang nicht erfahrene Brutalität der Täter werfen naturgemäß die Frage nach deren psychischer Verfassung auf. So wird in den Berichterstattungen der Medien sehr schnell die Erklärung „psychisch krank“ angeboten, obwohl hierzu meist die diagnostische Informationsgrundlage fehlt. Angesichts des für den gesunden Menschenverstand nur schwer nachvollziehbaren Verhaltens mancher Straftäter könnte man die Frage stellen, ob es sich hier um zumindest mitbeteiligte psychische Ursachen handelt. Eine derartige Aussage lässt sich jedoch anhand der in der Regel geringen vorliegenden Informationen nicht rechtfertigen. Stattdessen wird durch eine vorschnelle und undifferenzierte Zuordnung von Gewalt und psychischer Krankheit in der Bevölkerung ein falsches Bild forciert, das die bereits bestehende Stigmatisierung psychisch kranker Menschen zu Unrecht aufrecht erhält und sogar noch steigert. Der Anteil der Patienten, von denen tatsächlich eine Gefahr für Außenstehende ausgeht, ist im Vergleich zur Gesamtpopulation äußerst gering.

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Foto: Hilde Mattheis, Prof. Dr. Karl Lauterbach, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, Dr. Georg Nüßlein und Maria Michalk (Bildquelle: BMG/Schwerdel-Schmidt)

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und die Gesundheitspolitiker von CDU/CSU und SPD haben sich am 18. Februar im Rahmen einer Dialogsitzung mit Vertreterinnen und Vertretern der Fachverbände der Psychiatrie und Psychosomatik sowie der Selbstverwaltung auf gemeinsame Eckpunkte zur Weiterentwicklung des Psych-Entgeltsystems geeinigt. Sie sollen noch im laufenden Jahr gesetzlich umgesetzt werden.

Ich freue mich, dass unser Vorschlag für ein leistungsgerechtes Vergütungsbudget in der Psychiatrie auf große Zustimmung bei den Fachverbänden gestoßen ist. Damit tragen wir den Besonderheiten psychischer Erkrankungen Rechnung und stellen eine gute, auskömmliche Finanzierung der Versorgung von Patientinnen und Patienten sicher. Durch eine psychiatrische Akut-Behandlung im häuslichen Umfeld durch spezielle Behandlungsteams, sorgen wir dafür, dass Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen und stationärer Behandlungsbedürftigkeit in akuten Krankheitsphasen besser versorgt werden können. Außerdem stärken wir mit Mindestpersonalvorgaben die menschliche Zuwendung. So stellen wir gemeinsam die Weichen für eine gute Versorgung seelisch kranker Menschen auch in Zukunft.
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

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Nur die Hälfte aller Demenzkranken in Deutschland werden in der Versorgung als solche erkannt, noch weniger erhalten eine Behandlung nach den medizinischen Standards. Nach mehr als fünf Jahren Arbeit stellten Neurologen und Psychiater gestern auf einer Pressekonferenz in Berlin gemeinsam die vollständig neu überarbeitete „Leitlinie Demenzen“ vor.

23 Fachgesellschaften, Berufsverbände und Organisationen von Medizinern, Therapeuten, Pflegepersonal und Patienten haben sich auf Regeln für die Diagnostik und die Behandlung geeinigt. In Deutschland leben bis zu 1,5 Millionen Menschen mit einer Demenz, etwa zwei Drittel davon mit der Alzheimer-Demenz. Demenzerkrankungen stellen Medizin und Gesellschaft vor große Herausforderungen und belasten das Gesundheitssystem erheblich. Anlässlich der neuen Leitlinie fordern Experten der beiden federführenden Gesellschaften – der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) sowie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) –, die wissenschaftlich belegten Therapieoptionen stärker zu nutzen und gleichzeitig weniger sinnvolle Maßnahmen zu unterbinden.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel, Schirmherrin des Wettbewerbs startsocial, hat im Bundeskanzleramt 25 soziale Projekte für ihr soziales, zivilgesellschaftliches Engagement geehrt.

Sieben herausragende Projekte erhielten dabei Geldpreise von jeweils 5.000 EUR, darunter auch Radio Sonnengrau, neues Mitglied im Aktionsbündnis Seelische Gesundheit.
Wir gratulieren!

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