Newsletter und Pressemitteilungen abonnieren

Beitragsseiten

Das Aktionsbündnis stellt sich vor (6)

Alle Mitglieder des Aktionsbündnisses für Seelische Gesundheit sind auf der Internetseite www.seelischegesundheit.net  unter "Bündnispartner" aufgelistet. An dieser Stelle erfahren Sie mehr über die einzelnen Bündnispartner und ihre Motivation, sich beim Aktionsbündnis zu engagieren.

Über viele Mitglieder der Steuerungsgruppe haben wir an dieser Stelle schon berichtet. Heute möchten wir Ihnen die beiden letzten Mitglieder der aktuellen Steuerungsgruppe vorstellen sowie eine Stiftung, die sich für die psychische Gesundheit einsetzt:

Aktion Psychisch Kranke e.V.

Die Aktion Psychisch Kranke (APK) wurde 1971 von Abgeordneten aller Fraktionen des Deutschen Bundestages und engagierten Fachleuten aus dem Bereich Psychiatrie gegründet, um "mit politischen Mitteln auf eine grundlegende Reform der Versorgung psychisch Kranker in der Bundesrepublik Deutschland hinzuwirken". Im Juni 2011 wurde die APK in die Steuerungsgruppe des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit gewählt.

Als ein von Partikularinteressen unabhängiger Verein setzt sich die APK ein für eine Umorientierung

  • von der Institutionszentrierung zur Personenzentrierung - im Mittelpunkt steht der einzelne psychisch kranke Mensch;
  • von der Angebots- zur Bedarfsorientierung;
  • von einer auf Berufsgruppeninteressen bezogenen Sichtweise hin zum mehrdimensionalen Krankheitskonzept und multiprofessioneller Behandlung.

Neben der aktiven Begleitung der aktuellen sozialpolitischen und sozialrechtlichen Entwicklungen gehören zu den derzeitigen Projekt- und Themenschwerpunkten:

  • Umsetzung des Krankenhausreformgesetzes/Qualität und Finanzierung psychiatrischer Krankenhausbehandlung/ ambulante Behandlung (auch IV, Soziotherapie, ambulante med. Reha);
  • Steuerung regionaler psychiatrischer Hilfen;
  • Förderung des Aufbaus Gemeindepsychiatrischer Verbünde (GPV) und der Bundesarbeitsgemeinschaft GPV;
  • Psychisch kranke alte Menschen, insbesondere mit Demenz;
  • Psychiatrische Hilfen für Kinder- und Jugendliche;
  • Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft;
  • Teilhabe an Arbeit und Beschäftigung;
  • Prävention bei psychischen Erkrankungen;
  • Versorgungssituation im Massregelvollzug;
  • Psychiatrische Hilfen für Migrantinnen und Migranten.
"Im Sozialgesetzbuch ist der Grundsatz verankert, dass die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit psychischen Erkrankungen zu berücksichtigen sind. Doch bei konkreten Entscheidungen im politischen Raum sind immer besondere Anstrengungen notwendig, um genügend Verbündete zu finden, damit dieser Grundsatz auch tatsächlich ernst genommen wird. Aber nicht nur die Politik, auch die Gesellschaft muss sich öffnen, um psychisch kranken Menschen umfassende Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen."

Peter Weiss (MdB), Vorsitzender der Aktion Psychisch Kranke e.V.
www.apk-ev.de
, www.psychiatrie.de/apk

Nationales Suizidpräventionsprogramm für Deutschland (NaSPro)
In Zusammenarbeit mit dem "European Network on Suicide Research and Prevention" der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Das NaSPro geht auf eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) zurück. Aufgrund der Prämisse, dass die Suizidproblematik ein komplexes gesellschaftliches und gesundheitspolitisches Problem ist, das nicht nur im Gesundheitswesen Tätige betrifft, beteiligen sich mehr als 90 Institutionen, Organisationen und Verbände (z.B.: Ausschüsse des Bundestages, Bundes- und Länderministerien, Kirchen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, Medienverbände, Dach- und Fachgesellschaften des Gesundheitswesens, wissenschaftliche Einrichtungen und Betroffenenorganisationen) an der Entwicklung eines nationalen Programms.

Verschiedene Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit den Problemfeldern Primärprävention, Umwelt, Arbeitsplatz, Medien und Öffentlichkeitsarbeit, Awareness psychiatrischer Erkrankungen, Kindern und Jugendlichen, alten Menschen, Angehörigen, spezifischen Risikogruppen, spezifischen psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen, Akutversorgung, niedrigschwelligen Angeboten, Vernetzung und Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Recht und geschlechtsspezifischen Fragen. Die Arbeit wird von einem internationalen wissenschaftlichen Beirat und der Weltgesundheitsorganisation WHO begleitet.

"Suizidales Verhalten stellt ein grosses gesellschaftliches und gesundheitspolitisches Problem dar, nicht nur wegen des individuellen Leides sondern auch wegen der erheblichen Gesundheitskosten. Suizidprävention ist jedoch möglich. Die unterschiedliche Suizidproblematik in verschiedenen Ländern und Kulturen, sowie zahlreiche Studien zur Suizidprävention zeigen Möglichkeiten der gezielten positiven Beeinflussung der Suizidraten."

Prof. Dr. Dr. Armin Schmidtke, Vorsitzender der Initiativgruppe, stellvertretender Vorsitzender der DGS
www.suizidpraevention-deutschland.de

Eckhard Busch Stiftung

Die Eckhard Busch Stiftung fördert sowohl ideell als auch materiell Initiativen, Massnahmen und Projekte, die Betroffenen und Angehörigen direkt Unterstützung bieten und die die Akzeptanz von Menschen mit psychischen Erkrankungen in unserer Gesellschaft verbessern. Darüber hinaus unterstützt sie Projekte zur Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der psychischen Erkrankungen und deren Ursachen bzw. Behandlungsmöglichkeiten.

"Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist für uns eine der wesentlichen Vernetzungs- und Austauschmöglichkeiten in unserer Arbeit als Stiftung über die Grenzen einzelner Projektförderung hinaus. Wir sind stolz, dankbar und freuen uns, dass wir uns aktiv einbringen können im Bündnis. Nur mit nachhaltigem und gemeinsamen Engagement gegen die Stigmatisierung psychisch Kranker werden wir dauerhaft entscheidende Schritte in Richtung Integration, Verständnis, Verständigung und Entmystifizierung machen."

Bettina Busch, Vorsitzende des Vorstandes der Eckhard Busch Stiftung
www.eckhard-busch-stiftung.de


Diesen Artikel teilen