Newsletter und Pressemitteilungen abonnieren

Beitragsseiten

Liebe Leserin, lieber Leser,

es gibt einen Grund zu feiern: Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit erhielt gesten den Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM). Damit würdigte die DGAUM die Aktivitäten des Aktionsbündnisses im Bereich der seelischen Gesundheit in der Arbeitswelt und ganz besonders auch die Bildung und den Aufbau des bundesweiten Netzwerks des Aktionsbündnisses. Lesen Sie unten mehr dazu.

Und es gibt noch etwas anderes zu feiern: In diesem Jahr hat der Welttag der Seelischen Gesundheit runden Geburtstag. 1992 proklamierte die World Federation for Mental Health (WFMH) mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den 10. Oktober zum internationalen Tag der Seelischen Gesundheit, so dass dieser nun seinen 20. Geburtstag feiert. Wie in jedem Jahr rufen wir dazu auf, sich mit Veranstaltungen an der bundesweiten Woche der Seelischen Gesundheit um den 10. Oktober herum zu beteiligen. Auch dazu unten mehr.

Viel Freude beim Lesen wünscht 

Ihr Redaktionsteam

Download: NewsletterNo8_2012-03.pdf


DGAUM Preis für das Aktionsbündnis

Die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM) überreichte gestern dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit den Innovationspreis der DGAUM.

Vergeben wird der Preis seit 2006 an Einzelpersonen, Gruppen von Personen und Institutionen für innovative Leistungen in Forschung, Lehre oder Weiter- und Fortbildung, die für die Bedeutung und Nachhaltigkeit der Arbeitsmedizin von wesentlicher Bedeutung und Nachhaltigkeit sind. Besonders hervorgehoben werden Initiativen, die neue Kooperationen und Netzwerke bilden und so neue Impulse setzen. Der Vorsitzende des Aktionsbündnisses, Herr Prof. Dr. Wolfgang Gaebel, nahm den Preis auf der 52. Wissenschaftlichen Jahrestagung der Gesellschaft in Göttingen entgegen.

"Stigmatisierung und Diskriminierung aufgrund einer seelischen Erkrankung schaden der Lebensqualität der Betroffenen, sie verschlechtern den Krankheitsverlauf und sie stehen einer effektiven Früherkennung und erfolgreichen Behandlung im Weg. Das gilt im Alltag genauso, wie am Arbeitsplatz", betont der Vorsitzende des Aktionsbündnisses in seinen Dankesworten. "Die Bekämpfung von Stigma und Ausgrenzung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe - und ein grosses Netzwerk wie das Aktionsbündnis hat hier eine besondere Chance, in die Gesellschaft und Politik hineinzuwirken."

Die Dankesworte des Vorsitzenden Prof. Wolfgang Gaebel können Sie hier herunterladen.


Neue Steuerungsgruppe und Vorsitzende des Aktionsbündnisses

Am 26.10.2011 traf sich die Steuerungsgruppe des Aktionsbündnisses zu ihrer konstituierenden Sitzung nach den Neuwahlen im Sommer. Als Vorsitzender des Aktionsbündnisses wurde Herr Prof. Dr. Wolfgang Gaebel (DGPPN) einstimmig wiedergewählt, Frau Beate Lisofsky vom Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker (BApK) und Frau Ruth Fricke vom Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) wurden einstimmig als stellvertretende Vorsitzende gewählt. Damit wird der trialogischen Ausrichtung der Steuerungsgruppe, also der Besetzung aus Professionellen, Angehörigen und Betroffenen, Rechnung getragen.

Alle Mitglieder der Steuerungsgruppe finden Sie hier.


Aufruf bundesweite Woche der Seelischen Gesundheit

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ruft zur bundesweiten Woche der Seelischen Gesundheit auf!

Anlässlich des zwanzigsten Jahrestages des Welttages der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober finden in diesem Jahr wieder in Dutzenden Städten und Regionen Aktionen rund um das Thema psychische Gesundheit statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich 38 Orte und Regionen und boten einen vielfältigen bundesweiten Aktionstag bzw. eine Aktionswoche an.

In der Hauptstadt findet dieses Jahr zum sechsten Mal die Woche der Seelischen Gesundheit statt, und zwar vom 10. bis 21. Oktober zu dem Thema "Die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen". Gerne können sich andere Orte und Regionen dem Motto anschliessen. Nehmen Sie hierzu Kontakt mit uns auf.

Weitere Informationen unter www.Aktionswoche.SeelischeGesundheit.net


Schwerpunkt Medienarbeit

Im April startet das Aktionsbündnis im Rahmen eines vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderten Projekts einen Redaktionsdienst, der monatlich Pressemeldungen verbreitet zu Themen im Bereich psychischer Gesundheit. Hintergrundmaterial wird die Meldungen begleiten. Sie sollen zur Aufklärung über psychische Erkrankungen und zu einem positiven Bild psychisch erkrankter Menschen in unserer Gesellschaft beitragen.

Im Rahmen des Projekts beteiligen sich der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) www.bpe-online.de und der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker (BApK) www.bapk.de mit eigenen Trainingsangeboten zur Stärkung der Selbsthilfe als Akteure in der Medienarbeit. So soll die Selbsthilfe im Bereich der Medienarbeit gefördert und unterstützt werden, um insgesamt die mediale Präsenz psychisch kranker Menschen zu fördern.


Das Aktionsbündnis stellt sich vor (6)

Alle Mitglieder des Aktionsbündnisses für Seelische Gesundheit sind auf der Internetseite www.seelischegesundheit.net  unter "Bündnispartner" aufgelistet. An dieser Stelle erfahren Sie mehr über die einzelnen Bündnispartner und ihre Motivation, sich beim Aktionsbündnis zu engagieren.

Über viele Mitglieder der Steuerungsgruppe haben wir an dieser Stelle schon berichtet. Heute möchten wir Ihnen die beiden letzten Mitglieder der aktuellen Steuerungsgruppe vorstellen sowie eine Stiftung, die sich für die psychische Gesundheit einsetzt:

Aktion Psychisch Kranke e.V.

Die Aktion Psychisch Kranke (APK) wurde 1971 von Abgeordneten aller Fraktionen des Deutschen Bundestages und engagierten Fachleuten aus dem Bereich Psychiatrie gegründet, um "mit politischen Mitteln auf eine grundlegende Reform der Versorgung psychisch Kranker in der Bundesrepublik Deutschland hinzuwirken". Im Juni 2011 wurde die APK in die Steuerungsgruppe des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit gewählt.

Als ein von Partikularinteressen unabhängiger Verein setzt sich die APK ein für eine Umorientierung

  • von der Institutionszentrierung zur Personenzentrierung - im Mittelpunkt steht der einzelne psychisch kranke Mensch;
  • von der Angebots- zur Bedarfsorientierung;
  • von einer auf Berufsgruppeninteressen bezogenen Sichtweise hin zum mehrdimensionalen Krankheitskonzept und multiprofessioneller Behandlung.

Neben der aktiven Begleitung der aktuellen sozialpolitischen und sozialrechtlichen Entwicklungen gehören zu den derzeitigen Projekt- und Themenschwerpunkten:

  • Umsetzung des Krankenhausreformgesetzes/Qualität und Finanzierung psychiatrischer Krankenhausbehandlung/ ambulante Behandlung (auch IV, Soziotherapie, ambulante med. Reha);
  • Steuerung regionaler psychiatrischer Hilfen;
  • Förderung des Aufbaus Gemeindepsychiatrischer Verbünde (GPV) und der Bundesarbeitsgemeinschaft GPV;
  • Psychisch kranke alte Menschen, insbesondere mit Demenz;
  • Psychiatrische Hilfen für Kinder- und Jugendliche;
  • Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft;
  • Teilhabe an Arbeit und Beschäftigung;
  • Prävention bei psychischen Erkrankungen;
  • Versorgungssituation im Massregelvollzug;
  • Psychiatrische Hilfen für Migrantinnen und Migranten.
"Im Sozialgesetzbuch ist der Grundsatz verankert, dass die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit psychischen Erkrankungen zu berücksichtigen sind. Doch bei konkreten Entscheidungen im politischen Raum sind immer besondere Anstrengungen notwendig, um genügend Verbündete zu finden, damit dieser Grundsatz auch tatsächlich ernst genommen wird. Aber nicht nur die Politik, auch die Gesellschaft muss sich öffnen, um psychisch kranken Menschen umfassende Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen."

Peter Weiss (MdB), Vorsitzender der Aktion Psychisch Kranke e.V.
www.apk-ev.de
, www.psychiatrie.de/apk

Nationales Suizidpräventionsprogramm für Deutschland (NaSPro)
In Zusammenarbeit mit dem "European Network on Suicide Research and Prevention" der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Das NaSPro geht auf eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) zurück. Aufgrund der Prämisse, dass die Suizidproblematik ein komplexes gesellschaftliches und gesundheitspolitisches Problem ist, das nicht nur im Gesundheitswesen Tätige betrifft, beteiligen sich mehr als 90 Institutionen, Organisationen und Verbände (z.B.: Ausschüsse des Bundestages, Bundes- und Länderministerien, Kirchen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, Medienverbände, Dach- und Fachgesellschaften des Gesundheitswesens, wissenschaftliche Einrichtungen und Betroffenenorganisationen) an der Entwicklung eines nationalen Programms.

Verschiedene Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit den Problemfeldern Primärprävention, Umwelt, Arbeitsplatz, Medien und Öffentlichkeitsarbeit, Awareness psychiatrischer Erkrankungen, Kindern und Jugendlichen, alten Menschen, Angehörigen, spezifischen Risikogruppen, spezifischen psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen, Akutversorgung, niedrigschwelligen Angeboten, Vernetzung und Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Recht und geschlechtsspezifischen Fragen. Die Arbeit wird von einem internationalen wissenschaftlichen Beirat und der Weltgesundheitsorganisation WHO begleitet.

"Suizidales Verhalten stellt ein grosses gesellschaftliches und gesundheitspolitisches Problem dar, nicht nur wegen des individuellen Leides sondern auch wegen der erheblichen Gesundheitskosten. Suizidprävention ist jedoch möglich. Die unterschiedliche Suizidproblematik in verschiedenen Ländern und Kulturen, sowie zahlreiche Studien zur Suizidprävention zeigen Möglichkeiten der gezielten positiven Beeinflussung der Suizidraten."

Prof. Dr. Dr. Armin Schmidtke, Vorsitzender der Initiativgruppe, stellvertretender Vorsitzender der DGS
www.suizidpraevention-deutschland.de

Eckhard Busch Stiftung

Die Eckhard Busch Stiftung fördert sowohl ideell als auch materiell Initiativen, Massnahmen und Projekte, die Betroffenen und Angehörigen direkt Unterstützung bieten und die die Akzeptanz von Menschen mit psychischen Erkrankungen in unserer Gesellschaft verbessern. Darüber hinaus unterstützt sie Projekte zur Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der psychischen Erkrankungen und deren Ursachen bzw. Behandlungsmöglichkeiten.

"Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist für uns eine der wesentlichen Vernetzungs- und Austauschmöglichkeiten in unserer Arbeit als Stiftung über die Grenzen einzelner Projektförderung hinaus. Wir sind stolz, dankbar und freuen uns, dass wir uns aktiv einbringen können im Bündnis. Nur mit nachhaltigem und gemeinsamen Engagement gegen die Stigmatisierung psychisch Kranker werden wir dauerhaft entscheidende Schritte in Richtung Integration, Verständnis, Verständigung und Entmystifizierung machen."

Bettina Busch, Vorsitzende des Vorstandes der Eckhard Busch Stiftung
www.eckhard-busch-stiftung.de


Diesen Artikel teilen