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Das Aktionsbündnis stellt sich vor (1)

Anfang 2009 konnte das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit den 50. Bündnis-Partner begrüssen. Wir möchten dies zum Anlass nehmen, Ihnen in diesem und den kommenden Newslettern die Bündnispartner vorzustellen.

"Es ist uns in den letzten Jahren gelungen, ein bundesweites Netzwerk aufzubauen, in dem sich mittlerweile über 50 Partner aus den Bereichen Psychiatrie, Selbsthilfe, Gesundheitsförderung und Politik engagieren. Hinter dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit steht die Strategie der Vernetzung, um die gemeinsame Position der zahlreichen Initiativen zur Förderung der seelischen Gesundheit zu stärken und zusammen einen gesellschaftlichen Diskurs zur Enttabuisierung psychischer Erkrankungen anzustossen."

Prof. Dr. Wolfgang Gaebel, Vorsitzender des Aktionsbündnisses

Alle Mitglieder des Aktionsbündnisses für Seelische Gesundheit finden Sie auf der Internetseite www.seelischegesundheit.net.

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN) ist die älteste und mit über 4.700 Mitgliedern grösste wissenschaftliche Vereinigung von Ärzten, Psychotherapeuten und von Angehörigen anderer akademischer Berufe, die in Deutschland auf den Gebieten Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde arbeiten. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Förderung von Forschung und Wissenschaft. Darüber hinaus ist ein wesentliches Ziel der DGPPN, die Versorgungssituation und die Stellung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in der Gesellschaft zu verbessern.

"Die DGPPN hat das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit mit ins Leben gerufen, da die Überwindung von Stigmatisierung und Ausgrenzung psychisch erkrankter Menschen ein gemeinsames Vorgehen erfordert. Wenn wir uns zusammen einsetzen, können wir erreichen, dass psychische Erkrankungen als das wahrgenommen werden, was sie sind: Erkrankungen, die behandelbar und gerade bei einer frühzeitigen Behandlung oft auch heilbar sind. Psychiater und Psychotherapeuten haben gleichberechtigt mit anderen helfenden Professionen, Angehörigen und Betroffenen in dem Aktionsbündnis eine Plattform, dieses Ziel nach vorne zu bringen."

Prof. Dr. Dr. Frank Schneider, Präsident DGPPN
www.dgppn.de 

Open the doors

Der Verein "Open the doors e.V. Deutschland" ist Teil des weltweiten Programms der World-Psychiatric-Association (WPA) gegen die Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. "Open the doors" verbindet und unterstützt Zentren in mehreren deutschen Städten und Regionen Deutschlands, die mit Informationsprogrammen und Aufklärungsmassnahmen das Wissen um Ursachen, Aussehen und Behandlungsmöglichkeiten insbesondere von schizophrenen Störungen verbessern wollen. "Open the doors" beschäftigt sich auch mit den wissenschaftlichen Grundlagen von Antistigma-Arbeit.

"Wir engagieren uns im Aktionsbündnis Seelische Gesundheit, weil nur mit dem gemeinsamen Engagement der Betroffenen, der Angehörigen und der professionellen Therapeuten die Integration von Menschen mit seelischen Erkrankungen in unsere Gesellschaft gelingen kann. Das Aktionsbündnis steht für die Verantwortung der Gesellschaft gegenüber Menschen, die unsere Unterstützung und Hilfe brauchen."

Prof. Dr. Arno Deister, Vorstandsmitglied und Vertreter von Open the doors im Aktionsbündnis 

Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener

Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BPE) vertritt die Interessen von Psychiatrie-PatientInnen und ehemaligen PatientInnen mit dem Ziel nicht- psychiatrische Hilfsangebote entstehen zu lassen. Wo dies nicht möglich ist, ist das Ziel eine andere, gewaltfreie Psychiatrie, in der die verfassungsrechtlich geschützte Würde auch Psychiatrie-PatientInnen gegenüber geachtet wird und in der sie als integraler Bestandteil der Gesellschaft gesehen werden.

"Der BPE engagiert sich im Aktionsbündnis Seelische Gesundheit, um der Ausgrenzung und Benachteiligung heutiger und ehemaliger Psychiatrie-PatientInnen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens entgegen zu wirken. Dies gilt auch für die Opfer von Zwangssterilisation und Patientenmord in der Zeit des Nationalsozialismus."

Ruth Fricke, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes des BPE
www.bpe-online.de 

Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker

In Deutschland leben rund eine halbe Million chronisch psychisch Kranke, die Mehrzahl davon in ihren Familien. Diese sind mit ihren Problemen und Belastungen oft alleingelassen und überfordert. Schon vor Jahren haben sich vor diesem Hintergrund in allen Bundesländern Selbsthilfegruppen und Landesverbände gebildet, um sich gegenseitig zu stützen und die Interessen der Familien besser zu vertreten. 1985 wurde der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V. gegründet.

"Wir berufen uns auf Artikel 3 des Grundgesetzes. Dort heisst es: Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Dieser Grundsatz muss auch für psychisch kranke Menschen verwirklicht werden. Noch immer haben diese Menschen und ihre Familien unter Ausgrenzung und Stigmatisierung zu leiden. Der selbstverständliche, tolerante Umgang mit ihnen wird durch mangelndes Wissen, durch Klischees und Vorurteile verhindert. Gegen diese Stigmatisierung und Diskriminierung kämpfen wir auf gesellschaftlicher und politischer Ebene. Deshalb unterstützen wir das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit aktiv."

Gudrun Schliebener , Vorsitzende BApK
www.bapk.de 

Bundesärztekammer

Die Bundesärztekammer ist als Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern die Spitzenorganisation der ärztlichen Selbstverwaltung. Sie vertritt die berufspolitischen Interessen der 413.696 Ärztinnen und Ärzte (Stand: 31.12.2007) in der Bundesrepublik Deutschland. Die Bundesärztekammer wirkt aktiv am gesundheitspolitischen Meinungsbildungsprozess der Gesellschaft mit und entwickelt Perspektiven für eine bürgernahe und verantwortungsbewusste Gesundheits- und Sozialpolitik. Der 109. Deutsche Ärztetag - das höchste Parlament der Ärzteschaft - hat sich im Jahr 2006 im Rahmen eines Tagesordnungspunktes intensiv mit der Thematik "Diskriminierung psychisch Erkrankter" befasst und in einer viel beachteten Entschliessung sich strikt gegen diese Diskriminierung ausgesprochen.

"Die Bundesärztekammer unterstützt umfassend die Projekte des Aktionsbündnisses für Seelische Gesundheit, weil sie es für notwendig erachtet, der Öffentlichkeit zu vermitteln, dass psychische Störungen therapierbare und bei frühzeitiger Behandlung auch heilbare Erkrankungen sind, die jeden betreffen können. Tabus und Ängste müssen endlich abgebaut werden."

Dr. Cornelia Goesmann, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer
www.baek.de


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