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Das Aktionsbündnis stellt sich vor (2)

Alle Mitglieder des Aktionsbündnisses für Seelische Gesundheit finden Sie auf der Internetseite www.seelischegesundheit.net.

Bundesverband Deutscher Nervenärzte (BVDN)

Zweck des Berufsverbandes ist die Vertretung und Wahrung der Interessen der in der Bundesrepublik Deutschland ansässigen Ärzte für Nervenheilkunde, für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie durch ihren freiwilligen Zusammenschluss. Der Berufsverband wurde 1962 gegründet, zu einer Zeit da die Ärzte anderer Fachgruppen die gesundheitspolitische Situation beherrschten und in der Gesellschaft die Nervenärzte (Psychiater) ebenso wie ihre Patienten, mit Misstrauen betrachtet, ausgegrenzt und stigmatisiert wurden. Zwar hat sich hier auch durch die dankenswerten Aktivitäten der DGPPN, mit der der Berufsverband eng in vielen Bereichen zusammenarbeitet - eine Besserung der Situation erreichen lassen, aber das Ziel einer gleichberechtigten Akzeptanz neben den somatischen Patienten und ihren Behandlern ist noch nicht erreicht.

"Der BVDN bemüht sich seit Jahren mit zunehmendem Erfolg um eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Patienten- und Angehörigenorganisationen um eine Entstigmatisierung und Verminderung der Vorurteile. Insofern ist der Berufsverband erfreut, dass es in dem Aktionsbündnis zu einer Bündelung der Aktivitäten und wechselseitigen Stärkung im Erreichen der gemeinsamen Ziele kommt."

Dr. Roland Urban, Vorstandsmitglied
www.bvdn.de

Irrsinnig Menschlich e.V.

Irrsinnig Menschlich ist ein gemeinnütziger Verein und Träger der freien Jugendhilfe, gegründet im Jahr 2000 in Leipzig. Unsere Projekte werden getragen vom Engagement und dem Enthusiasmus ehrenamtlicher Mitarbeiter. Ein besonderer Schatz für unsere Arbeit und Schlüssel zu Veränderung im Denken und Tun sind die Lebenserfahrungen der Menschen, die selbst schwere psychische Krisen erfahren haben. Pionierarbeit in Deutschland leistet der Verein mit seiner Aufklärungs- und Präventionsarbeit für Heranwachsende in Schulen. Menschen, die Erfahrungen mit psychischen Gesundheitsproblemen haben, besuchen Klassen und bringen ein schwieriges gesellschaftliches Problem zur Sprache: die Erfahrungen und das Dilemma von psychisch gefährdeten Schülern. Damit setzen sie einen Prozess in Gang, der alle Beteiligten bewegt, Chancen und Ressourcen aufzuspüren, die es Kindern und Jugendlichen ermöglichen, ihre Lebensbelastungen erfolgreich zu bewältigen.

"Unser Leitgedanke ist die Aussage der WHO: Es gibt keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit! Psychische Gesundheit zu fördern führt zu wirksamen gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Verbesserungen in der Gesellschaft. Deshalb unterstützen wir das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit."

Dr. Manuela Richter-Werling, Geschäftsführerin
www.irrsinnig-menschlich.de

BASTA Das Bündnis für psychisch erkrankte Menschen

Seit 2001 führt die Arbeitsgemeinschaft BASTA Aufklärungsarbeit über psychische Erkrankungen in trialogischer Besetzung durch, d.h. Betroffene, Angehörige und Psychiatrie-Profis engagieren sich gemeinsam in den deutschlandweit realisierten Projekten. Diskriminierende Äußerungen in Medien und Werbung sowie stigmatisierende Missstände in der Gesellschaft werden systematisch im Stigmaalarm-Netzwerk SANE erfasst und kommentiert. Regelmäßig finden in über 20 Städten Schulprojekte mit persönlichen Begegnungsstunden statt. An den beiden Fachhochschulen für bayerische Polizeibeamte veranstaltet BASTA in trialogisch besetzten Lehraufträgen Sensibilisierungsseminare. Auf kultureller Ebene klärt BASTA durch die Veranstaltung von Filmvorführungen mit Podiumsdiskussion auf.

"Eine Lobby für psychisch erkrankte Menschen aufzubauen und zu stärken dieser Gedanke ist seit Gründung die Hauptmotivation der Mitarbeiter von BASTA. Wir engagieren uns aktiv dafür, dieses Ziel im Aktionsbündnis Seelische Gesundheit weiter zu verfolgen."

Romain Beitinger, Koordinator
www.openthedoors.de

Deutsche Vertretung der European Depression Association/ Europäischer Depressionstag

Depressive Erkrankungen zählen in den industrialisierten Ländern zu den häufigsten Erkrankungen und gehen dort mit den meisten mit schweren Beeinträchtigungen gelebten Lebensjahren einher. Die Erkrankung sollte daher möglichst früh erkannt und adäquat behandelt werden. Leider wird dies bisher nur bei einem kleinen Teil der Betroffenen erreicht. Die European Depression Association (EDA) hat sich daher zum Ziel gesetzt, durch die Etablierung des European Depression Day (EDD) und eine damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit aufzuklären. Sie richtet sich dabei insbesondere an Betroffene, Angehörige und professionell zu diesem Thema Arbeitende unterschiedlicher Berufsgruppen.

"Ziel des Europäischen Depressionstages ist es, das Wissen in der Bevölkerung über die Erkrankung und damit auch die Möglichkeit zur Früherkennung zu verbessern. Außerdem soll durch öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen und Kampagnen erreicht werden, dass Betroffene aus ihrer emotionalen und sozialen Isolierung herauskommen, Angehörige mehr Verständnis für die Erkrankten aufbringen und in der Gesellschaft Berührungsängste und Stigmatisierung Betroffener abgebaut werden. Hierbei arbeiten wir sehr eng mit den Deutschen Bündnissen gegen Depression und der Deutschen Depressionshilfe zusammen und freuen uns über die Mitgliedschaft im Aktionsbündnis Seelische Gesundheit".

Prof. Dr. Detlef E. Dietrich, Repräsentant der European Depression Association in Deutschland
www.depressionday.com


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