Dem Bundestag liegt aktuell das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) zur Abstimmung vor. Im Kabinettsentwurf des TSVG wurde kurzfristig ein Zusatz zum § 92 Abs. 6a SGB V eingeführt. Er sieht eine „gestufte Steuerung“ von hilfesuchenden psychisch kranken Menschen vor: Ausgesuchte Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen, deren Qualifikation erst noch durch den G-BA definiert werden soll, sollen zukünftig in Voruntersuchungen entscheiden, welchem Hilfs- bzw. Therapieangebot die Betroffenen zugeführt werden. Damit würde der freie Zugang der Patient*innen zur Psychotherapie erheblich eingeschränkt werden. Es wird ausgerechnet für Menschen, die in den psychotherapeutischen Praxen oft über enorme seelische Belastungen sprechen, eine zusätzliche Hürde vor ihrer Behandlung geschaffen.

Zahlreiche Therapeuten- und Selbsthilfeverbände rufen daher zur Unterschrift einer Petition auf, die den Bundestag auffordert, den Gesetzentwurf abzulehnen und an das zuständige Fachministerium zurück zu verweisen. Ziel ist, dass der Zusatz zum § 92 (6a) im TSVG ersatzlos gestrichen wird. Gezeichnet werden kann von jedem, der dieser Petition zustimmt – bis zum 13. Dezember.

Link zur Petition:

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2018/_10/_25/Petition_85363.html

 

 

 

Diesen Artikel teilen