Suizidprävention 4.0: Internet und Soziale Medien. Möglichkeiten und Risiken.

Das Internet und die Sozialen Medien bestimmen inzwischen in vielfältiger Weise unseren Alltag. Auch die Suizidprävention ist dabei, sich den aus diesen Entwicklungen resultierenden Chancen und Risiken zu stellen. Dabei muss vieles Bestehende kritisch hinterfragt und neu beleuchtet werden. Neue Wege müssen gesucht und erforscht werden. Die Tagung greift somit auch eine breite Auswahl an Forschungs- und Praxisbeispielen auf, wagt den Blick in benachbarte Fachbereiche und sucht damit nach Antworten auf die drängenden Fragen: Welche Chancen bestehen für die Suizidprävention in der sich ständig weiter entwickelnden digitalen Welt? Welche Gefahren bringen die neuen Medien mit sich? Was bedeutet die in den letzten Winkel unseres Alltags dringende Digitalisierung für Praktiker*innen, die Forschung und die zukünftige Ausrichtung der Suizidprävention in Deutschland?

Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention lädt Sie daher herzlich dazu ein, den Antworten auf diese Fragen näherzukommen. Das vorliegende Programm bietet Ihnen bereits jetzt einen Anhaltspunkt dafür, was Sie vom 8. bis 10. März 2018 auf der Reisensburg erwartet.

 

Programm:

Donnerstag, 08. März 2018

15:00 - 15:30 Begrüßung und Einleitung

Barbara Schneider, 1. Vorsitzende DGS, Thomas Becker, Universität Ulm, Michael Witte, Geschäftsführer DGS

Einführung und Überblick

15:30 - 16:00 Moderne Mediennutzung, moderne Suizidprävention? Stand der Forschung und aktuelle Herausforderungen 

16:00 - 16:30 Internet- und mobile-basierte Interventionen (IMIs): Stand der Forschung und aktuelle Herausforderungen 

17:00 - 17:30 Digitale Psychiatrie zwischen User Empowerment und Psychiatrisierung 

17:30 - 18:00 #rasierklingenliebe: Selbstverletzung und Suizidalität auf Instagram 

20:00 – 22:00 „Hallo Jule, ich lebe noch“ Filmabend mit Diskussion

 

Freitag, 09. März 2018         

Neue Forschungsergebnisse:

09:00 - 9:30 Geringe Validität von Google Trends bei der Vorhersage nationaler Suizidraten 

09:30 - 10:00 Länderspezifische Ungleichheiten in der Suizidprävention: Google`s Beitrag zu einer Informationskluft für Hilfeangebote in suizidalen Krisen in 11 Ländern. 

10:00 - 10:30 Kommunikation und potentielle psychologische Besserung in nicht-professionellen Suizidforen: Inhaltsanalyse 

11:00 - 11:30 Pro-Suizidale Inhalte im Social Web. Bericht aus der Arbeit von jugendschutz.net 

11:30 - 12:00 Suizid auf Instagram: Eine Inhaltsanalyse des deutschsprachigen Hashtags #selbstmord 

12:00 - 12:30 Suizidprotektiver Effekt von edukativen Suizidpräventionswebseiten – Papageno-Effekt online? Eine randomisiert kontrollierte Studie 

Praxisbeispiele: Möglichkeiten zur Nutzung von Internet und Sozialen Medien

14:30 - 15:00 Email- und Chatberatung in der TelefonSeelsorge    

15:00 - 15.30 Chancen und Risiken von webbasierter Psychotherapie 

15:30 - 16:00 Online-Angebote gegen Depression – eMentalHealth in der Praxis am Beispiel des iFightDepression® Tools 

16:30 - 17:00 suizidundsucht.net: Eine Social Learning-Plattform zur Fortbildung und Vernetzung von Fachkräften der Suchthilfe 

16:30 - 17:00 Suizidprävention bei facebook 

17:00 - 17:30  Rechtliche Aspekte der Telemedizin 

ab 19:30 Treffen der Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung suizidalen Verhaltens

 

Samstag, 10. März 2018

09:00 - 11:00 „Tote Mädchen lügen nicht“ - Diskussion zur Netflix-Serie 

11:30 – 12:00 Und was heißt das jetzt…? Welche Aufgaben ergeben sich für die Suizidprävention in Deutschland? Statements aus dem Publikum

12:00 - 12:30 Zusammenfassung, Verabschiedung Barbara Schneider, Michael Witte

 

Veranstaltungsort:

Schloß Reisensburg

Günzburg Internationales Institut für wissenschaftliche Zusammenarbeit

Bürgermeister-Joh.-Müller-Straße 1

89312 Günzburg

 

Information zur Tagung:

Michael Witte, Geschäftsführer DGS 

Alte Brauerei 9

10965 Berlin

Tel:  +49 (0) 157 923 30 454

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.suizidprophylaxe.de

Programmheft: 2018_DGS-Reisensburg-Programm.pdf

 

Tagungsbeitrag:

65.- Euro (Mitglieder DGS: 55.- Euro)

 

 

 

 

 

 

 


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